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Die Budgetverantwortlichen in Unternehmen haben ein
klassisches Dilemma zu lösen. Eigentlich machen ständig
wachsende Bedrohungen der Datensicherheit zusätzliche
Investitionen in diesem Sektor notwendig. Andererseits
jedoch lassen sich entsprechende Ausgaben nicht gut
rechtfertigen, weil es an dieser Stelle keinen Return on
Investment gibt. Die Folgen sind dramatisch. In der Studie
IT-Security 2003 von InformationWeek stellte sich heraus,
dass im ablaufenden Jahr mehr als die Hälfte der Befragten
ihr IT-Sicherheitsbudget nicht aufgestockt hat.
Diese Zahl steht im Widerspruch zum tatsächlichen
Bedrohungsgefühl der Unternehmen. Fast alle Firmen haben
Angst vor einem längeren Ausfall ihrer Computernetze,
beispielsweise nach einem Hackerangriff. Den dadurch
entstehenden Schaden schätzen 29 Prozent der Unternehmen auf
bis zu 10.000 US-Dollar jährlich. Jede 50. Firma nennt sogar
Beträge jenseits der 100.000 US-Dollar-Grenze.
Da auch in 2004 nur ein Viertel der Befragten mehr in
IT-Sicherheit investieren will als 2003, wollen die
IT-Sicherheitsfirmen in die Offensive gehen, schreibt das
Beratungsunternehmen Mummert Consulting, das an der
InformationWeek-Umfrage beteiligt war. Die Hersteller von
Sicherheitsprodukten vermarkten ihre Erzeugnisse jetzt zum
Teil gezielt mit ROSI, einer Kosten-Nutzen-Analyse für
IT-Sicherheit. ROSI steht für Return on Security Investment
und stellt erstmals Entwicklungs-, System- und
Organisationskosten den Erträgen – oder der Vermeidung von
Verlusten – gegenüber, die durch gesteigerte IT-Sicherheit
möglich werden.
An der Studie „IT-Security 2003“ beteiligten sich weltweit
2.461 Unternehmen aus 39 Ländern. 433 Antworten kamen aus
Deutschland, weitere 737 aus anderen europäischen Ländern.

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